Forschung

Im Folgenden stellt die AG Forschung ihre Gedanken, Ideen und Vorstellungen zum Thema Forschung und Ex In vor.

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Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Es werden Hintergrundinformationen zum Thema Forschung geben. Darüber hinaus benennen wir einige Qualitätskriterien. Es ist uns klar, dass die Themen nur an der Oberfläche angesprochen werden. Die AG Forschung kann bei Bedarf Anfragen beantworten.

Die hier angeführten Punkte sollen bei der Überlegung, Forschung zuzulassen, als Entscheidungshilfe dienen.

Quantitative versus Qualitative Forschung

Bei der Evaluation von sozialen  Systemen hat die qualitative Sozialforschung eine große Bedeutung gewonnen. Wir haben den Anspruch die soziale Wirklichkeit / Entwicklung möglichst realistisch darzustellen.  Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass es kaum Fragebögen/ Untersuchungen gibt, die unseren Fragestellungen gerecht werden. Demnach wird es in der Zukunft unsere Aufgabe sein, Forschungsvorhaben entsprechend zu begleiten, bzw. eigene Konzepte zu entwickeln.

Unser Ziel ist es den Betroffenen als Objekt der Forschung zum Subjekt werden zu lassen. Das heißt eine Forschung sollte den Betroffenen in allen Phasen des Forschungsvorhabens einbeziehen. Die von uns geförderte Einbeziehung von Erfahrungswissen soll auch in der Forschung Anwendung finden. Ziel ist eine möglichst genaue Beschreibung der Wirklichkeit. Was bewirkt EX-IN bei den einzelnen Teilnehmern, beteiligten Institutionen und zu beratenden Klienten. Welche Auswirkungen hat EX-IN auf die Sozialpsychiatrische Struktur und unser Gesellschaftssystem. Kann tatsächlich von einem Paradigmenwechsel in der Psychiatrie Landschaft gesprochen werden.

Mögliche Fragestellungen:

  • Welche Wirkungen hat die Teilnahme am EX-IN Kurs für die Teilnehmer?
  • Persönliche Veränderungen, Veränderungen im Bereich der beruflichen Orientierung
  • Welche Veränderungen sind in der Qualität der Hilfen durch den Einsatz von Genesungsbegleitern nachweisbar
  • Welche spezifischen Fähigkeiten bringen Genesungsbegleiter ein?
  • Wie werden Genesungsbegleiter von Klienten/Patienten und den Profi-Kollegen wahrgenommen
  • Welche Veränderungen sind in den Einrichtungen und im Versorgungssystem nachweisbar

Allgemeine Thesen / Voraussetzungen

Der regionale Träger, sowie EX IN Deutschland sind an der Forschung beteiligt. Das Ziel und der Zweck der Forschung ist dokumentiert. Das Forschungsvorhaben ist umfassend beschrieben:

  • Fragestellung
  • Hypothesen
  • Stichprobe
  • Forschungsmethoden, Forschungsdesign
  • Auswertung
  • Einbeziehung von Betroffenen, Art der Partizipation
  • Wird bei mehr als einem Träger geforscht, sind Teilnehmer zu benennen
  • Eingesetzte Methoden werden benannt, Interviewleitfäden werden zur Verfügung gestellt.
  • Datenschutz ist sichergestellt.

Es ist transparent wo veröffentlicht, publiziert wird und und wie die regionalen Träger sowie EX-IN Deutschland beteiligt sind.

EX IN Deutschland werden die Ergebnisse der Literaturrecherche und die Ergebnisse zur Verfügung gestellt.Ergebnisse können auf der Homepage veröffentlicht werden.

Die Entscheidung über die Teilnahme am Forschungsvorhaben liegt bei den Teilnehmern und dem Träger.

Der Träger des Forschungsvorhaben legt eine Erklärung über Interessenskonflikte vor.

Die Kriterien gelten für alle Bereiche.

Regionale Forschung

Forschungen auf regionale Basis sind wichtig für die Dokumentation vor Ort und auch darüber hinaus. Sie zeigen aber nur Teilaspekte.

Eine regionale Forschung kann helfen, strukturelle Fragen in Bezug auf die Region zu klären. Wie sehen die Versorgungsstandards, oder die Versorgungsstruktur aus? Zudem können themenzentrierte Fragen /fachspezifische Themen, so z. B. der Einfluss von Methoden auf Nachhaltigkeit und Selbstwirksamkeit in den Focus gestellt werden.

Danebenkann der Teilnehmer im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen.

  • Die persönliche Motivation,
  • Das persönliche Wachstum
  • Die Berufliche Qualifikation

Überregionale Forschung

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Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Eine überregionale Forschung legt den Focus auf deutschlandweite, übergeordnete Fragestellungen.  Inhalte können u. A. die Ausbildung, das Berufsbild oder Fragestellungen über Versorgungsstukturen, insgesamt sein.

Sie kann EX-IN Deutschland bei der Etablierung, Z. B. im Hinblick auf die Akzeptanz, Wirksamkeit, oder die Bezahlung etc. fördern. Darüber hinaus kann die Effektivität der Ausbildung verbessert werden, vorhandene Strukturen verbessert und/oder angepasst werden.

Die Forschung findet deutschlandweit an mehreren Standorten statt

Sie läuft über einen längeren Zeitraum.  (Vergleichsdaten-Mehrere Fragebögen zu unterschiedlichen Zeiten am Anfang und Ende)

Die Wissenschaftliche Beteiligung ist geklärt.

EX IN Deutschland ist in allen Phasen der Forschung beteiligt.

Die Beteiligung von Teilnehmern aus dem EX IN Kreis ist sichergestellt.

Partizipative Forschungsvorhaben sollen gefördert werden.

Dazu bietet EX I- IN Deutschland spezielle Forschungsmodule / Schulungen an.

Die Entscheidung über die Teilnahme liegt beim Vorstand von EX-IN Deutschland 

Nachforschung --  was ist daraus geworden

Thesen, die Forschungsanliegen unterstützen:

Ex-In kann dadurch gewinnen. Inhalte werden weiter verbreitet. Unsere Themen werden auf anderen Ebenen gefördert / diskutiert.  Gewonnene Informationen / Ergebnisse können die Arbeit vor Ort unterstützen.

Werner Holtmann
r dern AK Forschung